Welterbekonvent beschließt Charta Montanregion Erzgebirge

Pressemitteilung des Welterbekonventes:

Landkreise, Städte und Gemeinden im UNESCO-Welterbe-Projekt verpflichten sich, für den Schutz und Erhalt sowie die Weiterentwicklung der künftigen Welterbestätte Verantwortung zu tragen.

 

Der Welterbekonvent Erzgebirge hat in seiner 3. Sitzung am Mittwochabend mit der Charta Montanregion Erzgebirge ein aus sieben Punkten bestehendes Papier verabschiedet, das Grundsätze für die künftige Entwicklung und Inwertsetzung der Welterbestätte in Verbindung mit der Bewahrung der ausgewählten Güter festlegt.

 

Die Vertreter der drei Landkreise sowie der 33 Städte und Gemeinden versammelten sich dazu in der Bergstadt Zwönitz, die neben der Gemeinde Langenweißbach und dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge als neues, stimmberechtigtes Mitglied in den Konvent aufgenommen wurde.

 

Mit den in der Charta Montanregion Erzgebirge beschlossen Leitlinien „Schutz und Erhalt“, „Nachhaltige Weiterentwicklung“, „Stärkung der Identität“, „Zusammenarbeit“, „Sensibilisie­rung und Information“, „Erlebbarkeit“ und „Konfliktmanagement“ werden die Verpflichtungen einer Welterbestätte mit den Herausforderungen einer sich weiter­entwickelten montanen Kulturlandschaft in Einklang gebracht.

 

Dazu gehören auch die Vermittlung der Bergbautraditionen mit ihrer identitätsstiften­den Wirkung an künftige Generationen sowie die touristische Inwertsetzung und Erlebbarkeit der nominierten Objekte als Sachzeugen der über 800-jährigen Bergbaugeschichte der Re­gion.

 

„Nach dem Bekenntnis der Staatsregierung zum Projekt gehen wir binnen vier Wochen mit der Verabschiedung der Charta Montanregion Erzgebirge einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Antragstellung“, so der Sprecher des Welterbekonvents Landrat Volker Uhlig.

 

Die Charta Montanregion Erzgebirge wird nach Beschlussfassung in den kommunalen Gremien durch die Landkreise, Städte und Gemeinden im Welterbekonvent unterzeichnet und als Bestandteil der Antragsunterlagen für die Beantragung des Welterbetitels bei der UNES­CO eingereicht.

 

Weitere Tagesordnungspunkte waren die Festlegung eines Objektbe­trages der Städte und Gemeinden für das Jahr 2012 sowie der diesjährige Budgetplan. Ferner informierten die Projektsteuerung (Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH) und die Projektpartner (TU BA Freiberg/Institut für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte und Tourismusverband Erzgebirge e.V.) über die Konstituierung der Arbeitsgruppen Management, Denkmalpflege und Tourismus.

 

Ansprechpartner Medien:

 

Sprecher Welterbekonvent Erzgebirge

Landrat Volker Uhlig

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